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Typische Fehler beim Elterngeldantrag

Viele Elterngeldanträge scheitern nicht an formalen Voraussetzungen, sondern an falschen Annahmen bei Planung, Berechnung oder zeitlicher Einordnung.

Einmal eingereicht, lassen sich Fehler oft nur eingeschränkt oder gar nicht mehr korrigieren.

Auf dieser Seite erfährst du:

  • welche Fehler häufig gemacht werden

  • warum sie entstehen

  • wie du sie rechtzeitig vermeiden kannst

Fehler 1: Der falsche Bemessungszeitraum

Einer der häufigsten Fehler ist die Annahme, dass automatisch die „12 Monate vor der Geburt“ zählen.

In der Praxis wird der Bemessungszeitraum jedoch häufig verschoben, z. B. durch:

  • Mutterschutz

  • Elterngeldbezug für ein älteres Kind

  • schwangerschaftsbedingte Erkrankung

Ein falsch angesetzter Bemessungszeitraum kann das Elterngeld dauerhaft deutlich senken.

Bemessungszeitraum für Elterngeld richtig berechnen

Fehler 2: Elterngeld Plus falsch eingeplant

Elterngeld Plus wird häufig gewählt, ohne die tatsächlichen Auswirkungen zu prüfen.

Typische Fehlannahmen:

  • Elterngeld Plus sei grundsätzlich „besser“

  • Teilzeit führe automatisch zu mehr Elterngeld

  • Monate ließen sich beliebig kombinieren

Gerade seit den gesetzlichen Änderungen ab 2024 ist die Planung deutlich eingeschränkter geworden.

Elterngeld Plus

Fehler 3: Mutterschutzmonate doppelt eingeplant

Mutterschutzmonate nach der Geburt gelten automatisch als Basiselterngeldmonate, wenn Mutterschaftsleistungen bezogen werden.

Häufige Folgen:

  • Monate werden doppelt geplant

  • Elterngeld Plus wird zu früh angesetzt

  • Bezugsmonate gehen ungewollt verloren

Dieser Fehler tritt besonders häufig beim ersten Kind auf.

Fehler 4: Einkommen falsch eingeschätzt

Viele Eltern orientieren sich am tatsächlichen Nettogehalt oder an Online-Rechnern.

In der Realität:

  • zählt das maßgebliche Elterngeld-Netto

  • gelten Mindest- und Höchstbeträge

  • können Einkommensänderungen den Anspruch komplett entfallen lassen

Seit den neuen Einkommensgrenzen (2024/2025) betrifft das deutlich mehr Familien als früher.

Fehler 5: Teilzeit, Minijob oder Selbstständigkeit falsch eingeordnet

Zusätzliche Arbeit während des Elterngeldbezugs ist erlaubt – aber nur innerhalb klarer Grenzen.

Fehler entstehen häufig durch:

  • falsche Einschätzung der 32-Stunden-Grenze (Lebensmonat!)

  • falsch zugeordnete Einnahmen

  • fehlende Trennung von Arbeitszeit und Zahlungseingang

Diese Fehler führen oft zu Rückforderungen.

Fehler 6: Angaben im Antrag unvollständig oder ungenau

Der Elterngeldantrag ist kein reines Formular, sondern eine fachliche Erklärung deiner Situation.

Häufige Probleme:

  • Geschwisterbonus wird nicht angegeben

  • Kinder im Haushalt fehlen

  • Einnahmen werden zeitlich falsch zugeordnet

Die Elterngeldstelle prüft streng – und korrigiert im Zweifel zu Ungunsten der Eltern.

Nächster sinnvoller Schritt

Wenn du unsicher bist, ob deine Elterngeldplanung korrekt aufgebaut ist, ist eine individuelle Einschätzung oft sinnvoller als jede pauschale Rechnung.

→ Elterngeld berechnen lassen – individuell & unverbindlich

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