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Elterngeld Höhe berechnen – wie viel steht mir zu?

Die Höhe des Elterngeldes ist eine der häufigsten Fragen rund um Schwangerschaft und Elternzeit.
Die ehrliche Antwort lautet: Es kommt auf mehrere Faktoren an.
Genau diese ordnen wir hier verständlich für dich ein.

Auf dieser Seite erfährst du:

  • wovon die Höhe des Elterngeldes abhängt

  • wie dein Einkommen in die Berechnung einfließt

  • welche Mindest- und Höchstbeträge gelten

  • wann trotz aller Berechnungen kein Anspruch besteht

Wovon hängt die Höhe des Elterngeldes ab?

Die Elterngeldhöhe richtet sich nach dem durchschnittlichen Einkommen vor der Geburt.
Grundlage ist dabei nicht dein tatsächliches Auszahlungs-Netto, sondern ein amtlich berechnetes Elterngeld-Netto, das aus dem Bruttoeinkommen abgeleitet wird.

Dabei werden pauschal berücksichtigt:

  • Steuern

  • Sozialabgaben

  • Steuerklasse und Freibeträge

Wichtig:
Das Elterngeld-Netto unterscheidet sich häufig vom Netto auf dem Gehaltszettel oder vom Kontoeingang. 
Genau hier entstehen oft falsche Erwartungen.

Zusätzlich relevant sind:

  • der richtige Bemessungszeitraum

  • Mutterschutz, Teilzeit oder Einkommenspausen

  • Art der Erwerbstätigkeit (angestellt, selbstständig, gemischt)

  • die gewählte Elterngeld-Variante (Basiselterngeld oder Elterngeld Plus)

Wie hoch ist das Elterngeld grundsätzlich?

Grundsätzlich gilt:

  • Das Elterngeld ersetzt 65 – 100 % des wegfallenden Einkommens

  • Je niedriger das Einkommen, desto höher der prozentuale Ersatz

Es gelten feste Grenzen:

  • Mindestbetrag: 300 €

  • Höchstbetrag: 1.800 € (Basiselterngeld)

Diese Beträge gelten pro Bezugsmonat und pro Elternteil.

Wichtiger Hinweis zur Einkommensgrenze (seit 2024)

Neben der Berechnung der Höhe gibt es eine Anspruchsgrenze, die oft übersehen wird:

  • Für Paare gilt seit April 2024 eine Einkommensgrenze von 175.000 € zu versteuerndem Einkommen

  • Für Alleinerziehende liegt die Grenze bei 150.000 €

Wird diese Grenze überschritten, entfällt der Elterngeldanspruch vollständig – unabhängig von der sonstigen Berechnung.

Elterngeld Plus, Teilzeit & gesetzliche Einschränkungen

Elterngeld Plus und Teilzeitarbeit können die monatliche Höhe beeinflussen und den Bezugszeitraum verlängern.

Dabei gilt jedoch seit April 2024 eine wichtige Einschränkung:

  • Der gleichzeitige Bezug von Basiselterngeld durch beide Elternteile ist grundsätzlich nur noch für maximal einen Monat innerhalb der ersten 12 Lebensmonate möglich

Ältere Modelle mit längeren parallelen Basiselterngeld-Monaten sind für neuere Geburten nicht mehr zulässig.

Deshalb ist heute weniger die „Rechenformel“ entscheidend, sondern:

  • der richtige Zeitpunkt

  • die korrekte Einordnung der Monate

  • das Zusammenspiel von Mutterschutz, Elterngeld und Teilzeit

Warum pauschale Rechner oft nicht ausreichen

Online-Rechner liefern schnelle Zahlen, berücksichtigen aber häufig nicht:

  • Ausklammerungen im Bemessungszeitraum

  • Mutterschutzmonate

  • Steuerklassenwechsel

  • Teilzeit vor oder nach der Geburt

  • Sonderfälle bei Selbstständigkeit oder variablen Einkommen

Das Ergebnis wirkt konkret, ist aber oft planerisch unvollständig.

Kurz gesagt

Die Frage „Wie viel Elterngeld steht mir zu?“ lässt sich selten pauschal beantworten.
Sie hängt nicht nur von einer Zahl ab, sondern von:

  • der richtigen Bemessungsgrundlage

  • der aktuellen Rechtslage

  • der sinnvollen zeitlichen Planung

Nächster sinnvoller Schritt

Wenn du wissen möchtest, welche Elterngeldhöhe in deiner konkreten Situation realistisch ist, hilft eine individuelle Einschätzung mehr als jeder Standard-Rechner.

→ Elterngeld berechnen lassen – individuell & unverbindlich

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